Unsere Missionen

Von Working Practice Holodecks, Schlager-Mindbots und UX-Brücken: Im HR Training Parcours auf der Mission zum Mars

Martina Pumpat

 

Hurra, Hurra! Auf Basis der Argumentationen der wunderbaren Missions-Kolleg*innen im Blog hat es HR tatsächlich als Passagier an Bord der Rakete zum Mars geschafft.

Doch während die anderen künftigen Marsianer*innen in seligem Hyperschlaf von neuen Welten träumen, starten die HRs erst mal in einen ausgeklügelten Training Parcours, um für den Einsatz auf dem Mars optimal vorzubereitet zu sein…  

Welche Stationen werden sie wohl auf ihrem Training durchlaufen? So könnte der Parcours aussehen:

Die erste Station ist natürlich das Working Practice HoloDeck, um mit Hilfe der Technologie ganz ganz nah an das wirkliche Business zu kommen. Da es auf dem Mars überaus voraussichtlich kein Elfenbein geben wird, fällt nämlich der Bau von elfenbeinturmähnlichen HR-Ansiedlungen aus. Stattdessen wird es Wohn- und Arbeitsgemeinschaften mit den zukünftigen Siedler*innen geben. Und den Anspruch an die HRs, sich in die Aufgaben der Marsianer*innen eindenken zu können, um sie optimal zu unterstützen. Also rein ins HoloDeck, auf der projizierten Schaltfläche ein geplantes Mars-Projekt und eine darin auszuführende Aufgabe angewählt – und los geht`s! Im Beobachter-Modus schauen unsere HRs den Siedler*innen quasi über die Schulter bei der Arbeit zu um sich ein Bild zu machen, während die ganz mutigen auf den Explore-Modus umschalten und sich selbst an der Aufgabe versuchen. Lernerlebnis garantiert!

Weiter geht’s zum Optischen Labor: Ein Schelm, wer hierbei an HR Sichtweisen denkt… im Umgang mit großen Potential-Erkennungs-Lupen lernen unsere HRs, ihr Augenmerk auf die Potentiale der zukünftigen Siedler*innen zu richten, statt Defizite zu erschnüffeln, Lebensläufe auf suspekte Anhaltspunkte zu scannen und mantramäßig Fragen nach Stärken sowie Schwächen zu stellen. Gedanken an CVs und ACs werden von den umherschwirrenden Mindbots sofort registriert und mit drakonischen Strafmaßnahmen – vorzugsweise deutschem Schlagerliedgut – laut bestraft.

Nachdem die Sichtweise nun schon weiter geschärft ist, betreten unsere HRs den Fokus Tunnel. Eine böse Falle! Denn während sie sich durch den sich ständig drehenden und verändernden Tunnel voran arbeiten zum anderen Ende, an dem ein erfolgreiches umgesetztes HR Projekt mit glücklichen Teilgebenden wartet, kreuzen von allen Seiten immer wieder Störfaktoren ihren Weg: Jammernde Bewahrer*innen, die laut und eindrucksvoll im Tunnel gegen das Projekt wettern und sich hartnäckig in den Weg stellen. Bestehen unsere HRs die schwere Prüfung? Richten sie ihren Fokus auf die willigen Veränderer und erreichen so ihr Ziel? Schaffen Sie es, mit gut eingesetzter Kommunikation und Partizipation auch die (berechtigt) Jammernden Richtung Tunnelende zu bewegen? Oder lassen sie sich am Ende von den stetig Veränderungsunwilligen so lange festhalten, dass das Signal „Time Over“ am Tunnelende zeigt, dass sie sowohl das Projekt als auch die Veränderungsfreudigen leider verloren haben….

Von den Projekten geht’s weiter zu den Prozessen: Das Lean Process Lab sorgt mit seiner Anbindung des Trainings an die ganz persönlichen Vorlieben der HRs dafür, dass schnell aus der Perspektive der eigenen Bequemlichkeit in die Perspektive des Kunden gewechselt wird. Die Frage lautet also nicht: „Wie sieht der für HR beste Prozess zu XY aus?“, sondern „Was ist der einfachste/schnellste/beste/sicherste Prozess aus Kundensicht?“. Fröhlich reihen hier die HRs Prozessbausteine aneinander, um von einem Ausgangspunkt A zu einem Ziel Z zu gelangen. Überflüssige Komponenten im Prozess werden von der im Parcours eingesetzten Kritischen Intelligenz (KI) sofort identifiziert und in Abzug von Portionen der jeweiligen individuellen Lieblingsspeise umgerechnet. Was unsere HRs also auf der einen Seite zu viel produzieren, wird ihnen auf der anderen Seite weggenommen… böse, aber wirksam. Lerneffekt: wenn ich es dem anderen möglichst einfach mache, dann habe ich auch etwas davon…. mehr Zeit, bessere Reputation, Dialog auf Augenhöhe – und in diesem Fall mehr Schokolade. Werden Prozesse sogar über einen von der KI vordefinierten Wert heraus optimiert, dann gibt’s dafür Extraminuten für alle auf dem heißbegehrten Freiluftdeck.

Es schließt sich nahtlos die UX (User-Experience) -Brücke an: durch eine kleine Schleuse direkt verbunden können die HRs jederzeit bei Bedarf zwischen den beiden Trainingsstationen pendeln. Hier warten große Projektionswände darauf, zu Systemen und Apps „umgebaut“ zu werden. Denn der Mars ist groß; unsere HRs und die Siedler*innen werden meist nur digital verbunden sein, so dass die Schnittstelle zu HR so einfach und komfortabel wie möglich sein muss. Doch Achtung – die KI ist eine kritische Jury: zu umständliche Vorgehensweisen und unverständliche Resultate werden mit höhnischem Gelächter quittiert. Erst, wenn die KI in Stellvertretung der angehenden Marsianer*innen sagt „Einfacher geht‘s nicht!“, dann gibt es den wohlverdienten Applaus, und die Aufgabe ist gelöst.

Für hungrige HRs geht es weiter in die TRUST Küche – doch nicht Weltraumkost steht hier auf dem Zubereitungsprogramm, sondern die Rezeptur für Vertrauen – TRUST. Welche Ingredienzen müssen die HRs auf dem Mars zu einem gut ausgewogenen Mahl mischen, damit TRUST zwischen HR und den Siedler*innen und auch untereinander entstehen und sich fest verankern kann? Der Holokochtopf reagiert höchst sensibel auf jeden winzigen Einfluss: Was sich durch behutsames Beigeben von Komponenten zu einer wunderbar duftenden Speise entwickelt hat, verändert sich durch eine einzige unglückliche Kommunikation sekundenschnell in einen unansehnlichen stinkenden Misstrauens-Eintopf. Und diese Suppe muss dann erst mal ausgelöffelt werden…

Das Digiversum (digitales Lernuniversum) bereitet unsere HRs auf das Lernen auf dem Mars vor: Freundliche Hologramme fragen laufend nach Weiterbildungsmaßnahmen aus dem Trainingskatalog, während laut brummende KPI Bots herumfliegen und die Trainierenden fortwährend nach sofortigem ROI anstacheln. Nur ein wirkliches Interesse am Kundenbedarf und eine coachende Grundhaltung als Lernbegleiter*in lösen die nervige Erwartungskulisse auf, so dass nach erfolgreicher Unterstützung der Holo-Marsianer*innen zum selbstorganisierten Lernen die Transfer-Shuttles erscheinen und unsere HRs abholen.

Die letzte Station des Training Parcours ist das Systemdeck: Hier schweben Objekte frei im Raum und werden über Holostränge als Wechselwirkungen miteinander verknüpft. Sobald die Verknüpfungen hergestellt sind, steigen unsere HRs auf die Objekte, und können so die Wirkungen sofort  und unmittelbar am eigenen Leib spüren: Zupfe ich hier am Systemobjekt „Individuelle Zielvereinbarung“, um es zu optimieren, dann entsteht auf der anderen Seite des Decks ein wildes Schlingern, und die Reiter von Systemkomponenten wie „ Kollaboration“ und „Teamziele“ werden in hohem Bogen von ihren bockigen Objekten abgeworfen… Ups - Wie kommt’s? Sofort wieder rauf aufs Objekt und weiter geht’s mit der Fragstellung: Wie bewege ich etwas im System, ohne alle völlig aus der Balance zu schmeißen?

Wie ihr seht, sind unsere HRs auf der langen Reise zum Mars bestens beschäftigt, sich auf die neuen Welten und ihren Anteil daran optimal vorzubereiten…

Und nein – es gibt keine Mission to Mars-Ready Zertifikate nach Abschluss des Training Parcours! Denn die Mission to Mars Vorbereitungs-Crew hat schon lange begriffen, dass es nicht auf ein Stück Papier ankommt, sondern eben um das echte Können können. Und den Willen, dieses Können können durch Lernen ständig zu erweitern, um das Leben auf dem Mars erfolgreich zu meisten und der Menschheit dort eine Zukunft zu erschaffen.

Was denkt ihr – was fehlt noch für unsere HRs im Training Parcours auf der Mission zum Mars?

 

Weitere Parcoursideen gerne auf Twitter an @martinapp2 – Danke und fröhlichen Flug!

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